...., ob ich mir vorstellen könnte, Bürgermeister zu werden, wäre meine Antwort gewesen: „Häh, was für eine abstruse Idee!“ – denn ich war bis dahin nicht einmal Mitglied einer Partei.

Doch dann kamen die Europawahl 2024, die Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern und der deutliche Stimmenzuwachs für die AfD. Für mich war das der finale Anstoß, selbst politisch aktiv zu werden – ganz im Sinne von #NieWiederIstJetzt – und dann als überzeugter Europäer Volt beizutreten.

Auf zum ersten Parteitag: umgeben von vielen jüngeren Menschen, die sich eine andere Form von Politik wünschen – positiv, progressiv, pragmatisch und proeuropäisch. Evidenzbasiert, sachbezogen und immer mit dem Gedanken, dass es in verschiedenen Städten, Regionen und Ländern Europas bereits sehr gute Lösungen gibt, die man „einfach“ übernehmen kann.

Kurz darauf folgte der Entschluss, bei der Bundestagswahl anzutreten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich mein allererster Wahlkampfstand auf dem Wochenmarkt in Buchholz anfühlte: irgendwie fremd und doch gleichzeitig richtig gut. In den direkten Dialog treten mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt, Meinungen und Einschätzungen hören, sich austauschen – meistens sehr wertschätzend, auch wenn man nicht immer einer Meinung war. Raus aus der eigenen „Bubble“, die jeden von uns umgibt – geprägt durch das direkte Umfeld, durch Freundeskreise und leider auch viel durch Social Media.

Dieses Hinaustreten aus der eigenen „Bubble“ war und ist für mich eine prägende Erfahrung. Denn viele Menschen sind frustriert – ob bei Themen wie Rente, Gesundheit oder Mobilität. Diese Frustration ist verständlich, da der Reformstau in Deutschland seit Dekaden existiert, mit vielfältigen Ursachen.

Für mich ist genau das der Ansporn für einen anderen Politikstil: Die Herausforderungen klar benennen, Transparenz herstellen, über gute Lösungen streiten, Kompromisse eingehen – und dann zügig in die gemeinsame Umsetzung gehen. Unsere Herausforderungen sind enorm – um nur drei übergeordnete Beispiele zu nennen: von der Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit Europas über den Klimawandel und die Klimaanpassung bis hin zu Künstlicher Intelligenz und der Rolle sozialer Medien.

Wir werden diese Aufgaben nur gemeinsam lösen. Nicht mit Populismus und nicht mit dem einfachen Ansatz „Die sind schuld“ oder „Gestern war alles besser“. Ich verspüre bei vielen Menschen – über Parteigrenzen hinweg – eine große Bereitschaft, auch „dicke Bretter zu bohren“ und einen Beitrag zu leisten. Denn vielen ist klar: Ein Weiter-so im Klein-Klein reicht nicht aus, um unser Land wieder mit einer positiven Vision voranzubringen.

Was hat das alles mit der anstehenden Bürgermeisterwahl zu tun?

Ob in der Kommune, auf Landesebene oder im Bund – die Aufgaben und Herausforderungen sind vielfältig und miteinander verwoben. „Dicke Bretter“ müssen auf allen Ebenen gebohrt werden. Und Kommunalpolitik ist nah am Leben der Menschen vor Ort. Sie kann einen ganz konkreten, spürbaren Unterschied machen.

Daher bin ich froh, damals den ersten Schritt getan zu haben – mich ehrenamtlich politisch zu engagieren. Den zweiten Schritt zu gehen – einen engagierten Bundestagswahlkampf zu führen. Und nun den dritten Schritt zu machen: Als unabhängiger Bürgermeisterkandidat – unterstützt von einem breiten Bündnis aus Parteien, Wählervereinigungen und Engagierten – einen positiven Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten.

Ich möchte die Zukunft unseres Buchholzes aktiv mitgestalten: nachhaltig, lebenswert und bezahlbar.

Morgen Abend ab 18:00 Uhr werden wir sehen, wie die Reise weitergeht.